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Zurück in Frankreich

Erst 1953 kehrte er, zusammen mit seiner zweiten Frau, der Malerin Dorothea Tanning, nach Frankreich zurück und wurde ein Jahr später mit dem Malerpreis der 27. Biennale in Venedig geehrt. Dies war der Grund, weswegen er 1954 aus dem Kreis der Surrealisten ausgeschlossen wurde. 1956 nahm ihn die Akademie der Künste in Berlin auf.

Es folgte eine ganze Reihe von Ehrungen, Preisen und Auszeichnungen, die der Künstler sehr unterschiedlich aufnahm. Das New Yorker Museum of Modern Art veranstaltete 1960 eine Max-Ernst-Retrospektive. Der Regisseur Peter Schamoni drehte 1963 in Husmes bei Tours, wo Ernst seit 1955 lebte, einen Film über den Künstler mit dem Titel "Max Ernst - Entdeckungsfahrten ins Unbewusste". Im folgenden Jahr wurde Max Ernst Ehrenprofessor in Nordrhein-Westfalen, 1966 Offizier der Ehrenlegion. Die Ehrenbürgerschaft, die seine Geburtstadt Brühl ihm im gleichen Jahr anbot, lehnte er dagegen ab, obwohl die Stadt ihn zu seinem 60. Geburtstag mit einer grossen Retrospektive bedacht hatte, die als Wanderausstellung die Grenzen von Brühl verließ. 1970 wurde er Ehrendoktor der Universität Bonn.

In hohem Alter reiste der Künstler 1975 zur Eröffnung der Max-Ernst-Retrospektive im Solomon R. Guggenheim Museum in New York. Paris zog noch im gleichen Jahr mit einer Retrospektive im Grand Palais nach.

Am 1. April 1976 verstarb Max Ernst in der Nacht zu seinem 85. Geburtstag in Paris.

[ Trüffelhobel ]