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Der Erste Weltkrieg und Paris

Obwohl Max Ernst sich während des Ersten Weltkrieges freiwillig zum Militärdienst meldete, hatte er weiterhin Gelegenheit zum Malen und konnte sogar 1916 in Berlin in der Galerie "Der Sturm" ausstellen. Während eines Fronturlaubs lernt er George Grosz und Wieland Herzfelde kennen und nahm 1917 an der "2. Sturm-Ausstellung" in der Galerie Dada in Zürich teil.

Der Krieg mit seinen Schrecken und seiner Zerstörung prägte Max Ernst Sicht von der Welt und der Gesellschaft, deren Werte er zunehmend in Frage stellte - nachdem er 1918 nach Köln zurückkehrte, heiratete er Luise Strauß, mit der er einen Sohn hatte. In dieser Zeit produzierte er seine ersten Collagen-Bilder, für die er ausschließlich Bildmaterial aus dem späten 19. Jahrhundert verwendete, als wollte er symbolisch die bürgerlichen Werte und Anschauungen zerschneiden und neu zusammen setzten. Max Ernst wurde Mitbegründer der Kölner Dada-Bewegung mit der Gruppe W/3.

1921 stellte Max Ernst zum ersten Mal in Paris in der Galerie Sans Pareil aus - in dieser Zeit beschäftigte er sich zudem mit Paul Eluard und André Breton mit der surrealistischen Kunst und arbeitete zusammen mit dem Dichter Paul Éluard an dem Gedichtband "Répétitions".
Paris wurde die neue Wahlheimat des Künstlers - 1922 verließ er Köln für die Stadt an der Seine. In den nächsten Jahren erweitere sich sein künstlerisches Spektrum zunehmend: 1925 fertigte er seine ersten Werke in der von ihm erfundenen "Frottagetechnik" an, die in seinem Buch "Historie naturelle" 1926 veröffentlicht wurden.

Die Technik der "Frottage" ist eine graphische Abreibetechnik für Bleistiftzeichnungen, die Max Ernst dann für die Malerei weiter entwickelte und "Grattage" nannte. Beide Techniken bestimmten von diesem Zeitpunkt an seinen Stil. Zusammen mit Joan Miró arbeitete er im selben Jahr an Designs für Sergei Diaghilev und 1929 erschien sein Werk "La Femme 100 têtes". Im darauffolgenden Jahr arbeitet Max Ernst als Schauspieler zusammen mit Salvador Dalí und Luis Buñuel am dem Film "L'Age d'or".
1932 nahm Max Ernst an der Gründungsversammlung der "Association des écrivains et artistes révolutionnaires" teil.