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Max Ernst

"Being a Dadaist by profession is a contradiction in terms. There is no such thing as an unchanging state of revolution."
Max Ernst, 1967 in Paris.

Vor allem in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg erregten die Werke des autodidakten Malers, Bildhauers und Collagekünstlers Max Ernst großes Aufsehen. Sie schockierten die Öffentlichkeit, die sich mit einer Art von Kunst konfrontiert sah, die nicht den Erwartungen entsprach, sondern provozierte - wie das berühmt-berüchtigte Bild "Die Jungfrau züchtigt das Jesuskind vor drei Zeugen".
Die Arbeiten des Dadaisten Max Ernst wollten nicht gefallen, nicht die Wirklichkeit abbilden, sondern waren als eine Revolution gedacht, als der Ausdruck einer anderen, neuen Lebensweise, die alle bestehenden gesellschaftlichen und künstlerischen Werte in Frage stellte.
Dabei verband Max Ernst beispielsweise alltägliche Naturformen, Tiere und Menschen auf eine Weise miteinander, die wie eine Momentaufnahme surrealer Träume oder wie Botschaften des Unterbewußtseins wirkten.

Biographie eines unbequemen Künstlers

Max Ernst wurde am 2. April 1891 in Brühl bei Köln geboren - sein Vater Philipp Ernst bringt ihn als Erster in Kontakt mit der Malerei und schafft somit die Grundlage für eine lebenslange Entwicklung.
1909 schrieb er sich an der Universität zu Bonn für Philosophie ein, gab das Studium aber bald auf, um sich völlig der Kunst widmen zu können, wobei er sich besonders mit den Arbeiten psychisch kranker Künstler befasste.

1911 trat er den Rheinischen Expressionisten in Bonn bei, nachdem er Freundschaft mit August Macke geschlossen hatte. 1912 folgte seine erste Ausstellung in Köln. In den nächsten Jahren machte er Bekanntschaft mit den Werken bedeutender Künstler wie Paul Cézanne, Edvard Munch, Pablo Picasso, und Vincent van Gogh - 1913 traf er Guillaume Apollinaire und Robert Delaunay, reiste nach Paris und nahm am Ersten deutsche Herbstsalon teil. Im gleichen Jahr begann seine lebenslange Freundschaft mit Hans Arp.

 
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